Montag, 28. Juli 2014

Die Hoffnungsdepesche vom 28.07.2014

Lieber Mitmensch,

gestern fiel ich in einen Zeitungsständer mit Berliner Zeitungen. Als ich von meinem Gesicht all die Schlagzeilendruckerschwärze über lokal Gefährliches, noch Gefährlicheres und aber auch Beängstigendes abgeschabt hatte, frug ich mich, wie ich harmloses Schaf diesen Dschungel der Gefahren so lange überleben konnte.

Prenzlauer Allee/Ecke Stargarder stand ich da, sah mich um und verstand. Ach ja, deswegen: Es ist schon Dschungel hier heraußen, aber er misst nur 2x2m, und es steht ein Ziergartenzäunchen um ihn herum. Zudem kackt gerade ein Stadthund hinein. Das nimmt dem Terrain jede Restaura von möglichem Abenteuer.

Keine Gefahr ist nun aber auch Abwesenheit von Spannung – genau so, wie Stille die Abwesenheit von Geräuschen ist. Wie mancher von uns aber die Stille nicht ertragen kann, weil er dann das Pfeifen im Ohr wieder hört, so hält ein anderer Mitmensch das Spannungslose nicht aus. Und so versuchen wir, unserer Geborgenheit einen Funken an Abenteuer abzutrotzen. Floristinnen mit Totenkopf-Tattoos. Menschen, die Geländewagen in Städten vollkommen ohne Gelände fahren. Versicherungsfachvertreter, die gepierct sind wie Piraten. Nur, dass der Pirat seine Piercings eben auch beim Kundenkontakt tragen darf.

Ich selber bin da auch nicht anders und nutze Kotbeutel, wenn es mein Hund war. Zudem wage ich mich an das Abenteuer des inhäusigen Auftritts bei aushäusigem Sommerwetter: In der charmantesten Kleinkunst-Spielwiese Berlins, im wunderbaren und angenehmst temperierten Theater O-TonArt, Kulmer Straße 20A, 10783 Berlin.

Am morgigen Montag bin ich dort zu für einen Kurzauftritt zu Gast. Und am 08.08. bleibe ich gleich den ganzen Abend auf der Bühne, was eine sehr gute Idee ist, da ich da ja auch als Solist fungiere. In adrenalinprovozierender Kürze:

Mo, 28.07.14, 19.30 Uhr: Solo / KURZAUFTRITT in Oma Kläre’s Kabinett der kuriosen Köstlichkeiten, Tickets: 030 – 37 44 78 12

Fr, 08.08.14, 19.30 Uhr: Christoph Schmidtke, „Der zerfallene Engel“, Karten unter: 030 37 44 78 12.  Oder – und nur für Leserinnen und Leser der Hoffnungsdepesche – vergünstigt über mich (10€).

In diesem abenteuerlichen Sinne
Schmidtke, zweibEINER

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Sonntag, 27. Juli 2014

herzscherz

pumpe nun bestens gegen schädliche antiliebesstrahlen abgeschirmt. bastle an weiteren regionalen schutzhütchen. nur warm ists herunter, sehr warm.

herzscherz

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Samstag, 26. Juli 2014

Die Hartnäckigkeit des Weichen

Oliver würde hier so lange sitzenbleiben, bis sich alle Beteiligten glaubhaft bei ihm entschuldigten.

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Freitag, 25. Juli 2014

Heute ist Tag des Aluhütchens

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Mittwoch, 23. Juli 2014

Das Interview

Der wunderbare Alexander Pühringer unterhält sich mit mir über Komik - für sein Kunstmagazin UNTITLED MAG, das man unbedingt im Netz besuchen sollte. Er starb am 29.06.2014.

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Ein Freund, Nachbar, Mitmensch: Alexander. Danke schön.

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Montag, 21. Juli 2014

Mein Freund, Nachbar, Mitmensch Alexander Pühringer ist tot.

Alexander war ein positiv Bekloppter, einer, der von dem, was er tat, angefasst und beseelt war. Essen und Trinken liebte er, da geriet er ins Schwärmen und ins Tadeln, wenn ihm wer zu lustlos daherkam.
Die winzige Wohnung in der Ahlbecker Straße stand bis unter die Flurdecke voll mit Exemplaren seiner Kunstzeitung „untitled mag“. Das war sein Baby. Das Schlafzimmer war auch Kunst-Vorratskammer, da lagen und standen die -editionen. Bruno, der verzogene Jack-Russell-Terrier, pinkelte immerhin nur auf die Tageszeitungen auf der Fußmatte.
Die beiden schlenderten regelmäßig durch den Ernst-Thälmann-Park hinter der großen Sternwarte, wenn Alexander denn in Berlin und nicht auf einer internationalen Kunstausstellung in Istanbul, Venedig oder New York war.
Als ich ihn das letzte Mal sah, startete Alexander gerade den Wagen und fuhr zu seiner Mutter nach Österreich. Danach wollte er nach St. Petersburg und im Sommer wieder nach Umbrien. Die neue Ausgabe der Untitled mag war auch noch nicht raus. Alles nach seiner Rückkehr. Und die Lammkeule in der Tiefkühle, die für uns beide gedacht war, sollte es irgendwann zwischendurch geben.

Was mir bleibt, ist die Erinnerung an unsere Gespräche, seine Tragikomik, seine Stimme. Ein liebevoller Mensch, ein sinnliches Viech, Alexander.

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Sonntag, 20. Juli 2014

Dem Kapitalismus schmilzt!

Es ist zu heiß, um noch zu feilschen. Darum ab heute: Alles für einen Euro.

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Samstag, 19. Juli 2014

Aus dem Abreißkalender des Humorzentrums: Die erklärte Pointe

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Donnerstag, 17. Juli 2014

Warum es gut wäre, wenn zum Erlernen der Tattookunst das Große Latinum gehörte

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Mittwoch, 16. Juli 2014

Endlich verstand er, warum er sich so oft allein gefühlt hatte in dieser Inszenierung namens Nachbarschaft: Die anderen hatten ihren Text gelernt.

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