Sonntag, 20. April 2014

zweibEi.

ostern

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Samstag, 19. April 2014

Die Hoffnungsdepesche vom 19.04.2014

Lieber Mitmensch,

unlängst spielte ich mit einem Komiker, der für sich mit der Behauptung warb: „Mein Humor geht nie unter die Gürtellinie“. Sprachs, ging auf die Bühne und redete über Schuhe.

Ich kann mich nun nicht mehr genau an den genauen Erkenntnisgewinn erinnern – mir schwant, es ging darum, dass Menschen mit Doppel-X-Chromosom nahezu täglich Schuhe tragen – tatsächlich aber ist mir noch das grimme Privatgesicht des Quellgeists gewärtig, als ich ihn kurz nach seinem Vortrag befragte, ob es in seiner peer group wirklich Usus sei, Schuhe oberhalb des Gürtels an den Körper zu schnüren.

Da hatte es ein Funkeln und ein Flammen in seinen Äuglein, so beredt, dass ich es beinahe hören konnte: „Das wird man doch wohl noch mal tragen können!“

Und da hat er recht. So, wie auch all die anderen, die ihren Lautbeiträgen ein verwegen wirkendes „Wird man doch wohl noch mal tragen/sagen/wagen können“ anhängen.

Aber ja. Die These danach ist durch das vorherige Tun bereits als Tatsache verifiziert worden. Selten ist das Richtige noch so klar erkennbar in der Welt.

Wenn also einer inmitten seines Lebenswinters sagt: „Diese Luft wird man ja wohl noch mal atmen können“, dann  können wir alle vorbehaltlos nicken. Sonst wäre es ihm aller Voraussicht nach schon im Frühling zu stickig geworden.

Derjenige allerdings, der der konträren These anhängt: „In diesem Wassereimer werde ich ja wohl noch viel besser atmen können“ wird hingegen den Zeitpunkt der nachträglichen Thesenformulierung stikkum verpassen.

Obwohl – Versuch macht kluch. Ich stecke den Kopf doch eh zweimal in den Eimer. In meinem aktuellen Programm „Der Zerfallene Engel“.

Ob ich ihn einfach mal drinlasse und versuche, danach eine These aufzustellen? Aus schierer Logik-Rebellion? Oder wenigstens, um nie mehr Herrenwitze über frauenkaufende Schuhe hören zu müssen?

Mal schauen. Das nächste Mal schon in den Osterferien:

„Der zerfallene Engel“. Donnerstag, 24.04.14, 19.30 Uhr, O-TonArt-Theater, Kulmer Straße 20A, 10783 Berlin-Schöneberg. Karten unter: 030 37 44 78 12.

Oder jetzt hier über mich. Ich darf wieder 30 vergünstigte Karten (à 12€/erm. 10€) vergeben.

Das wird man doch wohl noch mal schreiben können!

Frohe Feiertage & schnelles Wiedersehen

Schmidtke, zweibEINER

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Freitag, 18. April 2014

Ne Ründe Sünde

Heuer fand ich auf meiner freien Himmelsrunde diese heidnische Kultstätte:

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Hund ich haben beschlossen, denn auch einen weltlichen Beitrag zum Büß- und Wehklag-Fetisch zu leisten. Da die Fastenzeit für viele Fische tödliche Gefahren birgt – hier der Büßertext zum sündhaften Umgang mit den feuchten Erdmitbewohnern:

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Aus: DER ZERFALLENE ENGEL

Do, 24.04.14, 19.30 Uhr, Theater O-TonArt, Kulmer Straße 20A, 10783 Berlin, Tickets: 030 – 37 44 78 12

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Mittwoch, 16. April 2014

Schönheit des Denkens ohne Klischees, Charme der Vielfalt, Unberechenbarkeit von Komik…

…all das findet man wohl eher woanders.

SpaßohneEnde

 

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Dienstag, 15. April 2014

Kunst & Kasper (Text für ein Kunstmagazin)

Kleiner, dicker König

Der folgende Text sollte ursprünglich in meinem Lieblingskunstmagazin Untitled Mag erscheinen, das man unbedingt abonnieren sollte, weil es 1. sich lohnt und 2. der Alexander Pühringer, der wo der Herausgeber ist, dann gute Laune hat und mir womöglich was Leckeres kocht, und dann hab ich gute Laune. Jetzt will der Pühringeralexander aber statt des Textes ein Interview mit mir bringen. Als ob seine Postille nicht beides gleichzeitig verkraften könnte! Ich krieg schon wieder schlechte Laune. Egal. Dann veröffentliche ich den Text eben hier, wenngleich seine rhetorische Sprengkraft im Kunschtheftl noch größer gewesen wäre. Am besten, Du schneidest ihn hier einfach aus und klebst ihn in die Art. Besser als nix.

Tag. Mein Name ist Komiker, und ich habe Kunst.

„Intervention, Intervention“, hörst Du Dich sogleich und zu Deiner eigenen Überraschung rufen. Wo bleibt Deine Contenance? Das ironisch-geduldige Gelächle, mit dem du sonst den reflexiven Zuhörer zu geben pflegst?

Stattdessen schießt es Dir über die Lippen (wie neulich Cousine Alma die verdorbenen Muscheln): „Intervention!“ Du hebst sogar Deine seidenweichen, von keinen Arbeitsschwielen unnötig verhärteten Kunstgewerbshändchen, um Deinem Fordern Nachdruck zu verleihen.

Komik und Kunst in einer Sentenz, das geht nun aber wirklich nicht. Mag ja sein, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Aber jeder heißt doch noch lange nicht alle! Wir parlieren hier schließlich avec l‘art, der „Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein“, wie schon T. Wiesengrund Adorno sagte (wenngleich auch nicht zu Dir).

Komik dagegen? Ist gewärtig als schwuler Winnetou. Als Furzwitz im Olympiastadion. Als fette Frau im pinken Frotteestrampler. Der Adorno selbstredend nicht mal als Theodor W. geläufig ist.

Und jetzt sage ich einen Satz, von dem ich dachte, dass ich ihn niemals in meinem Leben sagen müsste:

Du hast recht.

Lass uns aber auch die andere Hälfte der Wahrheit hinzufügen: Und Du findest, so wie es ist, ein rechtes Ergötzen daran.

Hui! Nun werden die Kunstgewerbshändchen zu drolligen -fäustchen zusammengeknautscht! „Als ob ich diesem Unrat je meine Aufmerksamkeit geschenkt hätte! Rauschmittel für das Prekariat, Niedergang des Abendlands, Unterschichtenfernsehen für Unterschichtler! Ich hingegen… j’ai perdu, diffusée depuis la stratosphère, le victim de Ion-: agneau Gamma-ray…“ – Dabei hab ich es doch gar nicht so gemeint.

Nicht das Anschauen der heurigen Komik weckt Dein Ergötzen. Hinschauen tust Du heimlich schon – wie auf den schlimmen Autounfall auf der anderen Fahrspur.
Diese Differenz zu Dir und Deinesgleichen ist es, über die Du Dich freust wie Bolle auf ARTE. Da sind sie, die Freaks, die Verlierer, die Devianten des Ars Vivendi, und sie steuern alle in die falsche Richtung und haben keine Kunst an Bord.

Dass nun Deine die richtige Seite ist, das ist keine Frage. Zumindest keine, die Du selber beantworten musst. Denn gegen alle Zweifel hast Du Deine Legion der eigenen Kasper.
Kuratoren, Essayisten, Laudatoren, Galeristen, Professoren, Feuilletonisten jedweder Couleur, aller Geschlechter (gern auch ganz ohne) und mit nur einer Zielrichtung: Die Deutungshoheit im Tempel der schönen Künste zu erobern, erste Instanz des Huis oder Pfuis neuer Kunstproduktionen zu werden, höchster Lob- und Auspreiser der echten Werke, der wahren Werte, der Warenwerte.

Ihnen gilt Dein unerschütterlicher Glaube, dass sie es wissen. Sie werden Dir schon den rechten Rahmen weisen. Und ob Du schon wandertest im finstern Tal, fürchte kein Unglück; denn sie sind bei Dir und führen Dich auf kürzestem Wege in die richtigen Vernissagen, Inschallah, Shalömchen und Amen, gern auch mit Golden Card.

Ob sie Dir tatsächlich wirkliche Komik offerieren würden, wenn sie Gegenstand des Kunstmarktes wäre? Als surreales Moment, in dem Begreifen endet, die Vernunft keine einvernehmliche Lösung mehr anzubieten hat und einem Beten zu albern ist? Würde die Welt oder würdest Du oder würd wenigstens dieser Text damit ein ganz klein wenig besser werden?

Wurscht. Aus dem Konjunktiv entsteht kein Leben. Das Würde des Menschen ist unantestbar. In diesem Sinne: Weiterlachen.

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Montag, 14. April 2014

Oderfizit

Wenn Dir wer nicht zuhört, hat er womöglich ein Aufmerksamkeitsdefizit.

Oder Du ein Faszinationsdefizit.

Aus: Der Zerfallene Engel von und mit Christoph Schmidtke.

Kleiner, dicker König

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Sonntag, 13. April 2014

Ist Sonntag. Nehmse die Brehmse.

leben

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Samstag, 12. April 2014

Ostern in Kunovice. Daneben wirkt alles andere wie ein selbstgefälliger, aufgeblähter Lärm.

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Freitag, 11. April 2014

Ob es hier draußen jemanden gibt, dessen Plan wirklich so lautet?

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Donnerstag, 10. April 2014

Jetzt aber schnell!

1) Den wirklich kurzen Trailer zu “Der zerfallene Engel” von und mit Christoph Schmidtke anschauen:

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2) Sofort hingehen:

Heute, 10.04.14, 20.00 Uhr
Bühnenrausch, Erich-Weinert-Straße 27, 10439 Berlin

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